Biolebensmittel und die Umwelt

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Doch Bio ist nicht nur gut für die Gesundheit. Viele Verbraucher von Biolebensmitteln kaufen diese aus einem ökologischen Bewusstsein heraus ein. Nicht nur die geringeren Rückstände in den Biolebensmitteln sind ein wichtiges Argument für Bio. Die Nachhaltigkeit einer tier- und umweltfreundlichen Landwirtschaft entlastet auch die Ressourcen kommender Generationen.

Die Mindestrichtlinien der Biolandwirtschaft beinhalten eine artgerechte Tierhaltung, die Verwendung bewährter Kultursorten und Zuchtrassen, Futter vom eigenen Hof oder anderen Biobetrieben, keine Duldung tierquälerischer Tiertransporte, keine Gentechnik, möglichst regionale Vermarktung, Schonung des Grundwassers, Zwei- bis Vierfelderwirtschaft und keine Verwendung von Kunstdünger oder chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel.

Auch darf eine Weiterentwicklung der Nahrungsmittel nur mit zulässigen Zutaten geschehen. Chemie ist nicht erlaubt. Die Lagerung der Rohstoffe muss ebenso ökologisch korrekt sein, wie der Ökofluss eingehalten werden. Diese genannten Mindestrichtlinien garantieren ein Mindestmaß an Bio.

Die einzelnen Siegel von EU, Staat und Anbauverbände haben ihre eigenen Richtlinien, die sich in Strenge und Qualität voneinander unterscheiden.

Wie werden Biolebensmittel kontrolliert?

Biolebensmittel und deren Erzeugerbetriebe werden regelmäßigen Kontrollen unterzogen. Unabhängige Kontrollstellen – vom Staat benannt und zertifiziert – übernehmen die Besichtigung der Betriebe.

Die Kontrolleure haben einen genauen Plan des Betriebes sowie eine Beschreibung der Tätigkeit sowie eine Liste der hergestellten Produkte. Dann wird bei einem Betriebsrundgang kontrolliert, ob alle Rohstoffe und verkaufsfertigen Waren als Bio gekennzeichnet sind. Es dürfen keine konventionellen Rohstoffe im Betrieb sein. Bei landwirtschaftlichen Betrieben kommt es zum Einblick ins Medikamenten- und Stallbuch.

Auch die Lieferscheine und Zertifikate werden einer Kontrolle unterzogen. Daneben müssen von allen Lieferanten gültige Biozertifikate vorliegen. Die Rezepturen werden ebenfalls kontrolliert. Beispiel Roggenbrot: wie viel Roggenbrot wurde verkauft? Wie viel Roggen ist in der Rezeptur vom Roggenbrot? Wie viel Roggen wurde verbraucht? Liegen für die gesamte verbrauchte Menge Roggen Einkaufsrechnungen über Bio-Roggen vor? Bei landwirtschaftlichen Betrieben werden die Verkaufsmengen auf Plausibilität zur Anbaufläche geprüft. Zum Schluss muss der Betriebsinhaber natürlich versichern, dass er alle Angaben wahrheitsgemäß gemacht hat.

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