Berlin, 16. Dezember 2025. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßt die von der EU-Kommission vorgelegten Pläne zur Vereinfachung der Öko-Verordnung (EU 2018/848) und fordert Rat und EU-Parlament auf, diese zügig und ohne Änderungen zu verabschieden. Andernfalls drohen Lieferengpässe bei Bio-Produkten – trotz wachsender Nachfrage.

BÖLW-Vorsitzende Tina Andres betont, dass die geplanten Maßnahmen die Funktionsfähigkeit des europäischen Bio-Marktes sichern, etwa durch die Fortführung gleichwertiger Bio-Importe nach dem Herbaria-Urteil. Positiv seien auch der Verzicht auf zusätzliche Bürokratie in der Bio-Verarbeitung, der Schutz der heimischen Bio-Geflügelhaltung sowie Erleichterungen bei der Gruppenzertifizierung im globalen Süden.

Besonders wichtig sei die von der Kommission vorgeschlagene Verlängerung der Frist für Bio-Handelsabkommen bis 2036. Ohne eine schnelle Entscheidung noch 2026 wäre der Bio-Im- und Export gefährdet. Zudem fordert der BÖLW, dass die angekündigte Roadmap weitere Vereinfachungen klar benennt und Spielräume bei Auslegung und Umsetzung des Bio-Rechts nutzt.

Andres appelliert an die EU-Institutionen, sich nicht in Details zu verlieren: „Nur mit schnellen Beschlüssen kann Bio weiter wachsen und Arbeitsplätze sichern.“

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