Es ist eines der schönsten Alltagsrituale: heißes Wasser, Dampf im Bad, kurz die Welt vergessen. Doch was wir selten bedenken: Unsere Dusche ist ein kleiner Klimakiller im Badezimmer.

Denn warmes Wasser kostet nicht nur Trinkwasser – sondern vor allem Energie. Und die stammt in vielen Haushalten noch immer aus Gas oder Öl. Jede lange Dusche heizt also nicht nur dich auf, sondern auch die Klimakrise.

Die gute Nachricht: Du kannst beim Duschen massiv CO₂ sparen – ohne zu frieren.


đź’§ Wie viel Wasser verbraucht eine Dusche wirklich?

Eine herkömmliche Duschbrause verbraucht:

  • 12 bis 18 Liter pro Minute

Das bedeutet:

  • 5 Minuten duschen = bis zu 90 Liter Wasser

  • 10 Minuten duschen = bis zu 180 Liter Wasser

Und jetzt der entscheidende Punkt:
Rund 70 Prozent der Energie im Bad fließt ins Warmwasser. Jede Minute länger unter der Dusche bedeutet also mehr Gas, mehr Strom – und mehr CO₂.

Eine einzige lange heiĂźe Dusche kann so viel Energie verbrauchen wie:

👉 eine Waschmaschine im Eco-Programm
👉 mehrere Stunden Licht in der Wohnung


🌍 Warum Warmwasser ein Klimaproblem ist

Das Wasser selbst ist nicht das Hauptproblem – das Erhitzen ist es.

In Deutschland wird Warmwasser meist erzeugt durch:

  • Gasthermen

  • Ă–lheizungen

  • Fernwärme aus fossilen Quellen

Pro 10 Minuten heißer Dusche entstehen je nach System 1 bis 2 Kilogramm CO₂. Hochgerechnet auf ein Jahr und einen Haushalt kommt da schnell eine halbe Tonne CO₂ zusammen – nur fürs Duschen.


đźšż 1. Der Gamechanger: Sparduschkopf

Ein Sparduschkopf ist die einfachste KlimaschutzmaĂźnahme im Bad.

  • Verbrauch sinkt auf 6–9 Liter pro Minute

  • Bis zu 50 % weniger Wasser & Energie

  • Kostenpunkt: ab 15–30 Euro

  • Montage: 2 Minuten

Und das Beste: Moderne Modelle mischen Luft ins Wasser – der Strahl fühlt sich genauso kräftig an.

đź’ˇ Ergebnis: Gleicher Duschkomfort, halber Verbrauch.


⏱ 2. Die 5-Minuten-Regel

Die wirksamste MaĂźnahme kostet nichts:

KĂĽrzer duschen.

Wenn du statt 10 nur 5 Minuten duschst, halbierst du automatisch:

  • Wasserverbrauch

  • Energieverbrauch

  • COâ‚‚-AusstoĂź

Klingt banal – ist extrem wirksam.

Tricks, die helfen:

  • Lieblingssong anmachen – nach 2 Liedern raus

  • Dusch-Timer oder Sanduhr

  • Haare erst nass machen, Wasser aus, einseifen, wieder an


🌡 3. Temperatur runter – Wirkung rauf

Viele duschen bei 40–42 Grad. Doch:

Jedes Grad weniger spart Energie.

Schon bei 37 Grad:

  • merkst du kaum einen Unterschied

  • senkst aber den Energiebedarf spĂĽrbar

Und ein kleiner Kältereiz am Ende:

  • stärkt das Immunsystem

  • spart zusätzlich Energie

  • macht wach


đź”§ 4. Die Heizung richtig einstellen

Oft geht unnötig Energie verloren, weil:

  • Warmwasser zu hoch eingestellt ist

  • Zirkulationspumpen rund um die Uhr laufen

Empfohlen:

  • Warmwassertemperatur: 55–60 °C

  • Zirkulationszeiten begrenzen (Zeitschaltuhr)

Das spart Energie, ohne Komfortverlust.


đź’¸ Was bringt das wirklich?

Ein 2-Personen-Haushalt kann durch:

  • Sparduschkopf

  • kĂĽrzeres Duschen

  • geringere Temperatur

pro Jahr sparen:

  • bis zu 20.000 Liter Wasser

  • 200–300 Euro Energiekosten

  • 300–500 kg COâ‚‚

Klimaschutz, der sich sofort rechnet.


🌿 Fazit: Klimaschutz beginnt im Badezimmer

Du musst nicht auf Lebensqualität verzichten, um nachhaltiger zu leben.
Schon kleine Veränderungen unter der Dusche haben große Wirkung.

🚿 Wer kürzer duscht, verlängert die Zukunft.

Und das Beste: Du bleibst genauso sauber – nur mit besserem Gewissen.

Leave a comment