Der Wisent, Europas größtes Landsäugetier, galt Anfang des 20. Jahrhunderts in freier Wildbahn als ausgestorben. Dank internationaler Zucht- und Schutzprogramme kehrt die Art heute schrittweise in ihre ursprünglichen Lebensräume zurück – unter anderem in den Shahdag-Nationalpark im Kaukasus.

Im Rahmen eines Naturschutzprojekts wurden Wisente aus europäischen Zuchtprogrammen in die Region gebracht und nach einer Eingewöhnungsphase erfolgreich ausgewildert. Die Tiere haben sich gut an die bergigen Wälder angepasst, bilden stabile Herden und bringen bereits Nachwuchs zur Welt. Ziel ist der Aufbau einer dauerhaft selbstständigen Population.

Die Rückkehr der Wisente hat große ökologische Bedeutung: Als große Pflanzenfresser tragen sie dazu bei, natürliche Lebensräume zu formen und die Artenvielfalt zu fördern. Das Projekt gilt daher als Beispiel dafür, wie erfolgreicher Artenschutz ausgestorbene Tierarten wieder in die Wildnis zurückbringen kann.

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