Interviewer: Die BIOFACH 2026 brachte ökologische Landwirtschaft, Industrie, Aktivisten und Politik zusammen. Wie war die Stimmung auf der Messe?

Antwort:
Die Stimmung war geprägt von Dialogbereitschaft und Aufbruch. Es ging nicht nur um Produktneuheiten oder Marktanteile, sondern um die gemeinsame Verantwortung für die Weiterentwicklung der Bio-Bewegung. Der Austausch zwischen Praxis, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und politischen Akteuren war intensiver denn je.


Interviewer: Welche Themen standen im Mittelpunkt?

Antwort:
Im Fokus standen Zukunftsfähigkeit und Resilienz der Branche. Diskutiert wurden stabile Wertschöpfungsketten, faire Erzeugerpreise, Klimaanpassung in der Landwirtschaft sowie der Bürokratieabbau. Ebenso wichtig war die Frage, wie Bio seine gesellschaftliche Rolle als Treiber für Nachhaltigkeit und Transformation stärken kann.


Interviewer: Welche Rolle spielten zivilgesellschaftliche Akteure?

Antwort:
Sie setzten wichtige Impulse – besonders in den Bereichen Biodiversität, Klimaschutz und soziale Verantwortung. Dabei ging es nicht nur um Forderungen, sondern auch um konkrete Lösungsansätze und Kooperationen mit Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben.


Interviewer: Gab es politische Signale für die Branche?

Antwort:
Ja, politische Vertreterinnen und Vertreter unterstrichen die strategische Bedeutung des Ökolandbaus für Klima- und Umweltziele. Förderinstrumente, Innovationsprogramme und die Stärkung regionaler Strukturen wurden als zentrale Hebel genannt. Gleichzeitig wurde betont, dass Planungssicherheit für Betriebe essenziell bleibt.


Interviewer: Welche Trends zeichnen sich ab?

Antwort:
Erkennbar sind eine stärkere Regionalisierung, neue Ansätze in Verarbeitung und Verpackung im Sinne der Kreislaufwirtschaft sowie eine zunehmende Verknüpfung von Bio mit Klimaschutz- und Nachhaltigkeitszielen. Besonders junge Konsumentinnen und Konsumenten erwarten klare Werte und Transparenz.


Interviewer: Ihr Fazit?

Antwort:
Die BIOFACH 2026 hat gezeigt, dass Bewegung und Branche gemeinsam agieren können. Wenn dieser Dialog weitergeführt wird, kann Bio nicht nur wirtschaftlich wachsen, sondern aktiv gesellschaftliche Transformation mitgestalten.

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