Deutschland steuert auf eine gigantische Klimarechnung zu – im wahrsten Sinne des Wortes. Verfehlt das Land weiter seine Klimaziele, könnten Strafzahlungen von bis zu 35 Milliarden Euro fällig werden. Geld, das sinnvoller in Jobs, Innovationen und Energiesicherheit investiert wäre.

Dr. Hannah Förster, Expertin für Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut, warnt: „Klimaschutz ist langfristig immer günstiger als kein Klimaschutz.“ Und das belegen die Zahlen. Schon jetzt zeigt die Klimabilanz: Deutschland ist nicht auf Kurs. Wenn nicht nachgesteuert wird, wird es teuer – ökologisch und ökonomisch.

Die Zeit drängt. Laut aktuellen Projektionen droht ein Defizit von rund 225 Millionen Tonnen CO₂, das über teure Emissionszertifikate ausgeglichen werden müsste. Das ist nicht nur ein wirtschaftlicher Irrweg – es ist ein gesellschaftlicher Blindflug.

Dabei ist die Lösung längst bekannt: Investitionen in Klimaschutz schaffen neue Jobs – in der Elektromobilität, im Handwerk, bei erneuerbaren Energien. Sie machen uns unabhängiger von Energieimporten und stärken die Wirtschaft. Jeder Euro, der heute in den Klimaschutz fließt, vermeidet morgen Katastrophenkosten – wie die 40 Milliarden Euro, die die Flutkatastrophe im Ahrtal verschlang.

Aber es geht nicht nur um Geld. Es geht um Gerechtigkeit. Wer heute klimafreundlich investiert, schützt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Schwächsten in der Gesellschaft – durch gezielte Förderungen, faire CO₂-Bepreisung und den Umbau hin zu einem sozial tragfähigen Klimaschutz.

Die Botschaft ist klar:
Wir zahlen. Die Frage ist nur – wofür? Für zerstörte Lebensgrundlagen? Oder für eine zukunftsfähige, gerechtere und wirtschaftlich stärkere Gesellschaft?

Jetzt ist die Zeit, klug zu handeln.

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