Bio-Lebensmittel stehen für Nachhaltigkeit, artgerechte Tierhaltung und geringere Schadstoffbelastung – doch sie sind nicht automatisch gesünder oder klimafreundlicher.

Was Bio ausmacht

Das Bio-Label ist gesetzlich geschützt. Es garantiert unter anderem den Verzicht auf synthetische Pestizide, eine artgerechtere Tierhaltung und den Einsatz natürlicher Düngemethoden. Besonders im Umweltbereich punktet Bio: Weniger Chemie in Böden und Gewässern, mehr Artenvielfalt und gesündere Böden sind die Folge.

Gesundheit: Nur bedingt besser

Bio-Produkte enthalten tendenziell weniger Rückstände und manchmal mehr Antioxidantien oder bessere Fettsäuren. Doch der gesundheitliche Vorteil ist laut Studienlage nicht immer eindeutig – er hängt stark vom Produkt ab.

Klimabilanz: Kein Selbstläufer

Die Bio-Landwirtschaft verbraucht weniger Energie und emittiert weniger Dünger-bedingtes CO₂. Gleichzeitig sind die Erträge oft niedriger – was pro Kilo Lebensmittel zu höheren Emissionen führen kann. Die Klimafreundlichkeit hängt also stark vom konkreten Betrieb ab.

Tipp: Regional + Bio = Ideal

Am besten schneiden Bio-Produkte aus regionalem Anbau ab – etwa vom Wochenmarkt oder Hofladen. Neben dem EU-Bio-Siegel gelten Verbände wie Bioland oder Naturland als besonders streng.

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