Umsatz mit Bio-Produkten steigt trotz schwieriger Wirtschaftslage

Bio-Lebensmittel erfreuen sich in Deutschland weiterhin großer Nachfrage. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation konnte die Branche ihren Umsatz im ersten Quartal 2026 erneut steigern.

Nach Angaben des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) legte der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 4,91 Milliarden Euro zu. Damit lag das Wachstum deutlich über der allgemeinen Lebensmittelpreisentwicklung, die zuletzt bei 1,8 Prozent lag.

Besonders gefragt: Fleischersatz und Fertigprodukte

Zuwächse verzeichnete der Bio-Handel unter anderem bei Fleischersatzprodukten, Mehl, Süßwaren, Speiseeis, Tiefkühlprodukten, Feinkost, Fertiggerichten, Heißgetränken und Backwaren.

Rückläufig entwickelten sich dagegen die Umsätze bei einigen klassischen Bio-Produkten wie Butter, Brot und Kartoffeln.

Drogeriemärkte mit stärkstem Wachstum

Den größten Anteil am Verkauf von Bio-Produkten haben weiterhin Discounter. Sie kommen auf rund 30 Prozent des Bio-Umsatzes. Knapp dahinter liegen Supermärkte mit etwa 29 Prozent.

Besonders stark entwickelten sich jedoch die Drogeriemärkte. Dort stieg der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im ersten Quartal 2026 um mehr als 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Branche blickt vorsichtig nach vorne

Die Bio-Branche setzt damit ihren langfristigen Wachstumstrend fort. Bereits 2025 erreichte der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und Getränken mit 18,23 Milliarden Euro einen neuen Höchststand – ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, hängt jedoch auch von der weiteren wirtschaftlichen Lage ab. Da Bio-Produkte meist teurer sind als konventionelle Lebensmittel, könnte eine anhaltende Belastung der Haushalte das Kaufverhalten beeinflussen.

Der Anteil von Bio-Produkten am gesamten deutschen Lebensmittelmarkt liegt inzwischen bei rund 6,5 Prozent.

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